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  • ASTM A 262 Prüfverfahren A
    Oxalsäureätzung zur Bestimmung der Ätzstrukturen von austenitischen nichtrostenden Stählen

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    Die Oxalsäureätzung nach ASTM A262 (Prüfverfahren A) ermöglicht eine schnelle Überprüfung von gewissen nichtrostenden Stählen. Diese Stähle sind für den Kornzerfall, der man normalerweise mit Chromkarbid-Ausscheidungsprodukten assoziiert, eigentlich nicht anfällig. Die Testergebnisse werden als Abnahmekriterien verwendet, aber nicht als Ablehnkriterien.

    Diese Prüfung mag zusammen mit anderen Prüfungen durchgeführt werden. Die Proben, die für schnellen Kornzerfall nicht anfällig sind, lassen sich dadurch schnell identifizieren. Solche Proben haben niedrige Korrosionsgeschwindigkeiten bei den verschiedenen Heißsäurebeständigkeitstests und benötigen deshalb 4 bis 240 Stunden Säurebehandlung. Diese Proben werden durch ihre Ätzstrukturen identifiziert, und sie sind nach folgenden Kriterien klassiert:

    Die Oxalsäureätzung mag dazu verwendet werden, Proben für die folgenden Prüfungen zu klassieren:
        Prüfverfahren B—Eisen-sulfat/Schwefelsäure Prüfung,
        Prüfverfahren C—Salpetersäure Prüfung (Huey-Test),
        Prüfverfahren E—Kupfer/Kupfersulfat/16% Schwefelsäure Prüfung (Strauß-Test),
        Prüfverfahren F—Kupfer/Kupfersulfat/50% Schwefelsäure Prüfung.

    Jedes Prüfverfahren dieser Norm enthält eine Tabelle (für Normen bitte klicken Sie hier). Diese Tabelle klassiert die Ätzstrukturen spezifischer Stähle als entweder akzeptabel oder unakzeptabel für eine bestimmte Prüfung. Proben, deren Ätzstrukturen akzeptabel sind, müssen durch einen Heißsäurebeständigkeitstest nicht geprüft werden.
    Proben mit unakzeptablen Ätzstrukturen müssen in einer speziellen Heißsäurelösung geprüft werden.

    Die zutreffenden nichtrostenden Stähle und Heißsäureprüfungen werden in Tabelle 2 der Norm aufgelistet.

    Kohlenstoffarme und stabilisierte Stähle (304L, 316L, 317L, 321 und 347) werden nach dem Sensibilisierungsglühen im Temperaturbereich der maximalen Karbidausscheidung (650-675°C) geprüft. Man muss das Sensibilisierungsglühen vor der Oxalsäureätzung durchführen. Das meist verwendete Sensibilisierungsglühen dauert eine Stunde bei einer Temperatur von 675°C.

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